Angst vor Schweinepest

Wildschweinen geht es an den Kragen

Der Bestand von Wildschweinen soll extrem reduziert werden. Foto: Lino MirgelerFOTO: Lino Mirgeler

Berlin. Zur Vorbeugung der sich in Osteuropa ausbreitenden Afrikanischen Schweinepest fordert der Bauernverband den Abschuss von 70 Prozent der Wildschweine in Deutschland.

Bauern- und Jagdverband haben von der Politik eine erleichterte Jagd auf Wildschweine gefordert, um ein Übergreifen der Afrikanischen Schweinepest auf Deutschland zu verhindern.

„Bund und Länder müssen zeitnah handeln, um den Jägern eine konsequente Reduktion zu vereinfachen“, sagte Werner Schwarz, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), am Freitag bei einer Pressekonferenz in Berlin. Es müsse Aufwandsentschädigungen für Jäger für erlegtes Schwarzwild geben. Zudem sollten die Regelungen in den Staats- und Bundesforsten geändert werden, in denen es teilweise monatelange Jagdruhen gebe.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) appellierte an Jäger, vor allem junge Wildschweine zu erlegen, die maßgeblich zur Fortpflanzung beitrügen. „Noch ist das Virus nicht in Deutschland, doch je weniger Wildschweine pro Fläche leben, desto geringer ist im Ernstfall zumindest über Wildtiere die Ausbreitungsgefahr“, erklärte DJV-Präsidiumsmitglied Wolfgang Bethe. Der Bauernverband hält zudem für wesentlich, eine Verbreitung über kontaminierte Lebensmitteln zu verhindern.

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