Kurioses Kurzgebritzel

Zahlreiche rätselhafte Radioblitze erfasst

Das undatierte Foto zeigt die Milchstraße über dem ASKAP-Radioteleskop-Array im Murchison Radio-Astronomie-Observatorium. Foto: Alex Cherney/CSIROFOTO: Alex Cherney

Perth/London. Auf der Spur rätselhafter Radioblitze aus dem Kosmos haben australische Astronomen 20 dieser bislang unerklärten Ereignisse beobachtet.

Damit verdoppele sich die Zahl der seit der Entdeckung des Phänomens aufgezeichneten Blitze nahezu, erläuterte das Internationale Zentrum für Radioastronomie-Forschung ICRAR in Perth. Die Quelle der Blitze haben die Forscher nicht ausmachen können - sie sehen aber eine neue Möglichkeit zur Untersuchung der Materie zwischen Galaxien.

Das Phänomen der kurzen Radioblitze (Fast Radio Bursts, FRB) wurde erst 2007 entdeckt. Die Ausbrüche im Wellenlängenbereich der Radiostrahlung sind jeweils nur einige tausendstel Sekunden kurz und kommen aus allen Himmelsrichtungen. Klar ist bisher lediglich, dass sie aus den Tiefen des Weltalls stammen, jenseits unserer eigenen Galaxie, der Milchstraße. Da die Blitze über extrem weite Entfernungen zu sehen sind, müssen sie von sehr energiereichen Ereignissen erzeugt werden - Experten schätzen, dass dabei auf einen Schlag so viel Energie frei wird wie unsere Sonne in etwa 80 Jahren abstrahlt.

Forscher um Ryan Shannon von der Swinburn-Universität in Melbourne und Jean-Pierre Macquart von der Curtin-Universität in Perth präsentieren nun eine Analyse der kurzen Blitze im britischen Fachblatt „Nature“. Sie hatten mit dem aus 36 Einzelteleskopen bestehenden Observatorium „Australian Square Kilometre Array Pathfinder“ (ASKAP) systematisch nach den Radioblitzen gesucht.

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