Wohnen

Das Saarland hat zu wenig Wohnheimplätze

Das Wohnheim D auf dem Saarbrücker Campus soll, nachdem es jahrelang leerstand, einem Neubau der Philosophischen Fakultät weichen. FOTO: Iris Maurer

Saarbrücken. In der jüngsten Statistik des Deutschen Studentenwerks schneiden die Standorte Saarbrücken und Homburg schlecht ab. Asta der Saar-Uni verlangt mehr Geld fürs Studentenwerk des Saarlands.

Im Saarland sieht es bei den Wohnheimplätzen für Studenten übel aus. Das zeigt die Wohnraum-Statistik des Deutschen Studentenwerks. Bundesweit sei in den vergangenen sieben Jahren die Zahl der Studenten um etwa ein Viertel gestiegen, die sogenannte Unterbringungsquote – sie drückt die Relation zwischen der Zahl der Wohnheimplätze und der Zahl der Studenten aus – sei dagegen von 11,2 auf jetzt 9,6 Prozent gesunken, erklärt Achim Meyer auf der Heyde, der Generalsekretär des Studentenwerks.

Im Saarland liegt dieser Wert mit 7,3 Prozent noch deutlich unter dem Bundesschnitt. Schlechter schneiden nur noch Berlin (5,9 Prozent), Bremen (6,2), Schleswig-Holstein (6,2) und Hessen (6,9) ab, beklagte der Asta der Saar-Universität gestern in einer Pressemitteilung. Am höchsten ist die Quote in Brandenburg mit 15,2 Prozent.

Die Leidtragenden der Situation im Saarland seien vor allem Studenten aus dem Ausland, die  auf einen Wohnheimplatz angewiesen sind, beklagt die Asta-Vorsitzende der Saar-Uni Judith Bühler. „Für uns ist klar, dass allein das Studentenwerk im Saarland preisgünstige Wohnungen zur Verfügung stellen kann. Wir brauchen dringend neue Wohnheime“, fordert der zweite Asta-Vorsitzende Lukas Redemann.

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