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Wenn der Schornsteinfeger anklopft

Emissionsmessungen durch den Schornsteinfeger sind Pflicht. FOTO: dpa-tmn / -

Sankt Augustin. Hausbesitzer müssen regelmäßig den Schornsteinfeger ins Haus lassen. Er ist verpflichtet, bestimmte Prüfungen durchzuführen.

(dpa/tmn) Wenn Heizung und Ofen Mängel haben, kann das im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein. Daher sind Hausbesitzer in der Pflicht, ihre Feuerstätten regelmäßig vom Schornsteinfeger kontrollieren und warten zu lassen. Aber was heißt eigentlich regelmäßig?

Die Feuerstättenschau: Diese Schau ist den üblichen Reinigungs- und Wartungsarbeiten übergeordnet. Hierbei begutachtet der Bezirksschornsteinfeger alle Öfen und Heizungen im Gebäude und überprüft, in welchem baulichen Zustand sie sich befinden. Zweimal innerhalb von sieben Jahren ist diese Feuerstättenschau Pflicht. „Der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger hat eine hohe Verantwortung. Er bestätigt mit seiner Unterschrift die Betriebs- und Brandsicherheit der Feuerstätte“, erklärt Alexis Gula, Sprecher des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks.

Oft ist die Prüfung auch zwingend nötig: „Allein 2017 wurden in Deutschland 1,4 Millionen Mängel an Feuerungsanlagen gefunden, zusätzlich 227 000 an neu errichteten Anlagen“, berichtet Gula. Zum Beispiel technische Defekte, Verschmutzungen oder versperrte Abgaswege könnten im schlimmsten Fall sogar Brände oder tödliche Vergiftungen mit Kohlenmonoxid (CO) zur Folge haben. „Das giftige Gas ist unsichtbar, geruchlos und damit praktisch nicht wahrnehmbar“, warnt Gula.

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