Mehr Privatsphäre

Mehr Sicherheit beim Surfen mit Firefox

Wer sich ein wenig Zeit nimmt, Firefox mit Erweiterungen zu bestücken, erhält zusätzliche Funktionen, die für mehr Privatsphäre sorgen. FOTO: dpa-tmn / Robert Günther

Berlin. Erweiterungen für Mozillas Web-Browser schützen Nutzer vor Spionage und Schadprogrammen.

Der Webbrowser Firefox, den die Mozilla-Stiftung entwickelt, ist eine gute Alternative für alle, die nicht auf die vorinstallierten Browser bei Windows und Mac zurückgreifen wollen oder Googles Chrome nicht trauen. Mozilla verspricht zwar, viel für Privatsphäre und Sicherheit zu tun. Mit den richtigen Browser-Erweiterungen können Nutzer da allerdings noch nachhelfen.

Werbung auf Webseiten kann nicht nur nerven. In manchen Fällen sei sie auch gefährlich, sagt Matteo Cagnazzo vom Institut für Internet-Sicherheit in Gelsenkirchen. „In Online-Werbung können Schädlinge untergebracht sein, die automatisch heruntergeladen werden.“ Besonders auf zwielichtigen Seiten oder illegalen Download-Portalen sei mit dieser Gefahr zu rechnen. Einfach behelfen könnten sich Nutzer hier mit der Erweiterung uBlock Origin. Cagnazzo zufolge hat dieses Add-on einen geringen Speicherbedarf und belastet den Computerprozessor nur wenig.

Fortgeschrittene Nutzer können auch auf sogenannte Skript-Blocker zurückgreifen. Skripte sind Computerprogramme, die eine Abfolge mehrerer Befehle ausführen und im Netz zum Beispiel der Darstellung von Webseiten und Werbung dienen. Es gibt jedoch auch schädliche Skripte, die Nutzer ausspähen oder Sicherheitslücken haben. uMatrix ermöglicht die Analyse und Blockade solcher Skripte und anderer Anfragen aus dem Netz. Auch die Erweiterung ­­NoScript ­­Security ­Suite stellt zum Beispiel sowohl Skripte als auch Flash ab, das oft für Werbung, Videos und kleine Spiele im Web zum Einsatz kommt, und erhöht so die Sicherheit. Dieses Vorgehen hat allerdings auch Nebenwirkungen. Einige Internetseiten funktionieren ohne Skripte nicht wie gewohnt. Anmeldeformulare verschwinden etwa, oder Videos lassen sich nicht mehr abspielen. Jo Bager vom Computer-Fachmagazin „c’t“ empfiehlt diese Erweiterungen deshalb nur Nutzern, die auch bereit sind, die nötigen Feinabstimmungen vorzunehmen.

(dpa)
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