Missbrauch der Marktdominanz

Google wehrt sich gegen Wettbewerbsstrafe

Auf Android-Handys sind viele Google-Apps vorinstalliert. FOTO: Franziska Gabbert/dpa-tmn / Franziska Gabbert

Brüssel. Google will die von der EU verhängte schwere Wettbewerbsstrafe im Zusammenhang mit den Nutzungsbedingungen des Smartphone-Betriebssystems Android vor Gericht anfechten.

Die EU-Kommission hatte Google im Juli nicht nur eine Rekordstrafe von 4,34 Milliarden Euro auferlegt, sondern auch tiefgreifende Änderungen am Android-Geschäftsmodell gefordert.

Die Brüsseler Behörde wirft Google den Missbrauch seiner Marktdominanz bei Smartphone-Betriebssystemen vor. Hersteller von Android-Smartphones, die ­Google-Dienste einbinden wollen, müssten ein komplettes Paket aus elf Apps des Internet-Konzerns auf die Geräte bringen, etwa den Webbrowser Chrome und die Such-Anwendung. Aus Sicht der Kommission sichert Google damit die Vorherrschaft seiner Suchmaschine auf den Smartphones und benachteiligt Wettbewerber. Zudem hindere der Suchmaschinen-Konzern Anbieter von Geräten mit Googles Software-Paket daran, gleichzeitig Handys mit stark abgewandeltem Android zu verkaufen.

(dpa)
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