Verbrauchertipp

Rollatoren sind oft zu schwer für den Alltag

Berlin. Einkaufsbummel und Spaziergänge sind auch und gerade im Alter wichtig. Wer dafür nicht mehr fit genug ist, hat Anspruch auf einen Rollator. Doch die Modelle, die Krankenkassen bezahlen, sind oft nicht alltagstauglich. Und die Alternativen sind teuer.

(dpa) Nicht jeder Rollator macht den Alltag im Alter wirklich leichter. Vor allem Standardrollatoren, die es auf Rezept gibt, bereiten ihren Besitzern oft mehr Ärger als Freude. Das hat vor Kurzem die Stiftung Warentest bei einer Untersuchung von zwölf Rollatoren herausgefunden.

Vier der Geräte waren sogenannte Querfalter aus Stahl für 60 bis 100 Euro pro Gerät. Wegen des recht niedrigen Preises zahlen Krankenkassen oft nur für solche Rollatoren. Im Test schnitten alle vier eher schlecht ab. Drei der vier Kandidaten bekamen die Note „ausreichend“, der vierte wegen eventuell krebserregender Schadstoffe im Griff ein „Mangelhaft“. Dieses Modell wurde jedoch inzwischen vom Markt genommen.

Hauptkritikpunkt an den Standardmodellen ist das Gewicht. Dieses Problem wird auch nicht durch eine geänderte Vorgabe für Hilfs- und Pflegehilfsmittel behoben, die der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen jüngst angekündigt hat. Nach den Plänen sollen Rollatoren künftig höchstens zehn Kilo wiegen. Drei der vier getesteten Standardmodelle wogen zwischen neun und zehn Kilo. „Sie sind trotzdem zu schwer“, urteilten die Tester

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