Neuvorstellung

Für 10 000 Euro Aufpreis tanzt der Wagen

Der neue GLE von Mercedes-Benz kommt am 18. Februar in den Handel. Das SUV wird im US-Werk Tuscaloosa gebaut. FOTO: Daimler AG

Stuttgart. Seit drei Jahren bietet Mercedes-Benz den GLE an. Bekannt wurde die Modellreihe 1997 als M-Klasse. Die vierte Generation des SUVs wächst in der Länge und bekommt erstmals eine dritte Sitzreihe spendiert.

So etwas hätte es bei Mercedes-Benz früher nicht gegeben: Vor einem angesagten Hotel im texanischen San Antonio tanzt der neue GLE zu lauten Hip-Hop-Beats. Vorderwagen rauf, Heck runter, von rechts nach links und wieder zurück. Die kleine Show-Einlage, mit der das Potenzial des elektrohydraulisch geregelten Luftfeder-Fahrwerks präsentiert werden soll, erinnert an die Vorführung eines Low-Rider-Treffens.

Bei solchen Veranstaltungen pumpen sich verchromte US-Straßenkreuzer in schwindelerregende Höhen, um dann wieder bis fast auf den Asphalt abzusinken. Doch bei der im GLE eingesetzten Technik handelt es sich nicht um Tuning-Ware, sondern um die beiden Sonderausstattungen E-Active Body Control (Aufpreis 7735 Euro) und Offroad-Technik-Paket (Aufpreis 2261 Euro). Der in letzterem enthaltene Freischaukel-Modus soll helfen, das halb im Sand versunkene Auto wieder frei zu bekommen. Dazu wippt der Wagen dann rhythmisch im Takt.

Natürlich wird der GLE vornehmlich für die Fahrt auf der Straße gebaut. Im Curve-Fahrmodus neigt er sich in Kurven ähnlich wie ein Pendelino-Zug bis zu drei Grad zur Seite. Die damit verbundene Verminderung der Querkräfte nehmen manche Passagiere als angenehm war, anderen wird eher etwas blümerant. Weitaus mehrheitsfähiger ist die Frontkamera, die ihre Informationen ans aktive Fahrwerk weitergibt. Sie filmt die Fahrbahnoberfläche und steuert die Federbeine dann so an, dass die Karosseriebewegungen beim Überfahren von Unebenheiten reduziert werden. Auf ersten Testfahrten war der Komfortgewinn in den meisten Fällen deutlich spürbar.

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