Automobil

Der Kampf gegen das Kreuz mit dem Kreuz

Bei Seat führt eine Maschine, die einen 100 Kilogramm schweren Fahrer simuliert, drei Wochen lang nonstop 22 000 Reibzyklen auf einem neuentwickelten Sitz durch, um eine dauerhafte Qualität sicherzustellen.FOTO: Seat

Rüsselsheim. Gute Autositze sind für Vielfahrer von enormer Wichtigkeit. Deshalb gibt es spezielles Gestühl.

 Rückenschmerzen sind bei Vielfahrern der häufigste Grund für Krankschreibungen. Tausende Dienstwagenfahrer und Außendienstler sind Stammgäste beim Orthopäden und Physiotherapeuten. Die Krankenkassen bestätigen das und bieten den Versicherten Rückenschulungen und andere Prophylaxen an. Denn das Behandeln von Wirbelverschleiß und Schulterverspannung kostet sie Milliarden.

Die Zahl derer, die sich wegen Schmerzen im Kreuz behandeln lassen, ist in den vergangenen Jahren um 50 Prozent gestiegen, 2017 waren das fast eine halbe Million Menschen. Als Vielfahrer gilt, wer täglich mehr als 90 Minuten in seinem Auto verbringt. Das trifft auf 40 Prozent aller Autofahrer zu. Für die zumindest ist Hilfe schon viel früher und vor allem günstiger zu haben. Ergonomisch korrekt geformte Autositze können der Wirbelsäule Halt geben und so folgenschwere Schädigungen nicht nur bei jenen verhindern, die jedes Jahr viele Tausend Kilometer im Auto zurücklegen.

Einer der Hersteller, die das Kreuz mit dem Kreuz schon seit Jahren ernst nehmen, ist Opel. Früh begannen die Rüsselsheimer damit, ihre Sitze von Experten konstruieren und von weiteren kontrollieren zu lassen. Hilfestellung gab es von der Aktionsgemeinschaft gesunder Rücken (AGR), die ihr Kürzel gewissermaßen als Prüfsiegel für korrekt gestaltetes Gestühl vergibt.

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