Strafprozess gegen Ex-OB von Homburg

Gericht: Verdacht der Korruption im Fall des Ex-OB von Homburg

Richterbank eines Saals im Landgericht Saarbrücken FOTO: dpa / Oliver Dietze

Saarbrücken. Im Strafprozess gegen Karlheinz Schöner haben die Richter ein Zwischenfazit gezogen. Dem Politiker droht eine Verurteilung wegen Vorteilsannahme und Untreue.

Im Untreue-Prozess gegen den früheren Oberbürgermeister von Homburg, Karlheinz Schöner (CDU), geht es jetzt auch um den Verdacht der Korruption. Das ergibt sich aus einem rechtlichen Hinweis der Richter des Landgerichts an den Angeklagten. Demnach könnte der Politiker in Zusammenhang mit dem Aufbau eines Zaunes in seinem Garten durch einen kommunalen Bautrupp wegen Vorteilsannahme verurteilt werden.

Die Richter stützen diese vorläufige Einschätzung auf die Aussagen von Mitarbeitern des Bautrupps. Diese hatten erzählt, dass  sie hinter dem Grundstück des damaligen Oberbürgermeisters Waldarbeiten für die Stadt gemacht hätten. „Aus Gefälligkeit“ hätten sie zudem auf dem Anwesen Schöners einen Gitterzaun mit Stützpfosten aufgebaut. Das Baumaterial habe schon da gelegen. Der Aufbau habe etwa 15 Stunden in Anspruch genommen. Schöner habe dafür  nichts bezahlen müssen. Das Ganze sei auch als „Dankeschön“ und als „Gegenleistung“ gedacht gewesen. Weil er dem Trupp immer unbürokratisch geholfen habe – zum Beispiel bei der Anschaffung eines Ersatzfahrzeugs.

Der ehemalige Homburger Oberbürgermeister Karlheinz Schöner (CDU) FOTO: Wille
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