Allgemeinheit ist im Notfall gefordert

Hauskatze auf Abwegen: Wer zahlt die Arztkosten nach einem Autounfall?

Eine junge, frei laufende Katze in einer Wiese mit Blumen. Symbolfoto. FOTO: Arno Burgi / picture alliance / dpa

Koblenz . Gute Nachricht für Eigentümer von frei laufenden Katzen. Wenn ihr Tier weit weg von zu Hause bei einem Unfall verletzt wird, kann es auf schnelle ärztliche Hilfe hoffen. In solchen Notfällen zahlt die Allgemeinheit Vorschuss.

Das Verwaltungsgericht Koblenz hat eine Gemeinde zur Zahlung der Behandlungskosten für drei schwer verletzte Katzen verurteilt, die von Findern in eine Tierklinik gebracht worden waren. Weil die Eigentümer der drei Katzen nicht ermittelt werden konnten, forderte die Klinik die Behandlungskosten in Höhe von mehr als 2000 Euro von der Gemeinde. Das Gericht gab der Klinik Recht und stellte klar, dass in solchen Fällen die Kommunen als Fundbehörde und damit letztlich die Gesamtheit der Steuerzahler in der Verantwortung sind.

Schwer verletzte Katzen nach Autounfällen

Die drei Tiere waren im Laufe des Jahres 2016 von verschiedenen Findern in die Tierklinik gebracht worden. Die Katze und die beiden Kater wiesen zum Teil erhebliche Verletzungen und Knochenbrüche wohl in Folge von Autounfällen auf. Die Tierärzte behandelten und versorgten die Katzen. Deren Eigentümer, die eigentlich die Kosten hätten tragen müssen, meldeten sich nicht und wurden nicht gefunden. Wegen der Kosten in Höhe von 2.036,12 Euro wandte sich die Klinik daraufhin an die Verbandsgemeinde als Trägerin der Fundbehörde.

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