Bewährungsstrafe wegen Geldfälschung

Mann bastelt falsche Fünfzig-Euro-Scheine für Besuch im Bordell

Falscher und echter 50er: Links ein falscher 50-Euro-Schein mit einem undeutlichen Porträt. Rechts daneben ein echter 50er. Symbolfoto.FOTO: dpa / Frank Rumpenhorst

München. Blüten im Rotlicht: Ein Mann bezahlt mit Falschgeld im Bordell. Es gilt Vorkasse. Er wird erwischt, bekommt keinen Sex und muss vor das Strafgericht.

Das dürften so ziemlich die schlechtesten Blüten sein, die im Rotlicht jemals aufgetaucht sind. Zwei Fünfzig-Euro-Scheine aus dem Farbkopierer, nur einseitig bedruckt, ausgeschnitten und dann die beiden Seiten jeweils mit Leim provisorisch zusammengeklebt. Eigentlich ein Witz. Aber mit den falschen Fünfzigern sollten sexuelle Dienstleistungen bezahlt werden. Und bei Falschgeld verstehen das Milieu und der Staat keinen Spaß. Also gab es eine Anzeige. Und nun verurteilte die zuständige Strafrichterin am Amtsgericht München einen Maler aus Ingolstadt wegen Geldfälschung und versuchten Betrugs zu einem Jahr Gefängnis auf Bewährung nebst 500 Euro Geldauflage in echten Scheinen.

Falschgeld fürs Bordell als Bastel-Arbeit


Die Blüten fürs Bordell hatte der Verurteilte mit Hilfe seines Druckers hergestellt. Das Ganze ähnelte eher einer heimischen Bastel-Arbeit als einer professionellen Geldfälschung. Der Mann kopierte einen echten Fünfzig-Euro-Schein, jeweils zwei Mal von vorne und von hinten. Die Kopien wurden schön ausgeschnitten und mit Malerleim halbwegs zu scheinbar beidseitig bedruckten Scheinen verklebt. Mit dem „Geld“ fuhr der Maler in ein Bordell. Dort übergab er die beiden falschen Scheine unter einem echten 50 Euro Geldschein an eine Prostituierte. Das Geld diente als Vorkasse für einen mit der Frau vereinbarten 45-minütigen vaginalen Verkehr. Bevor es zum Geschlechtsverkehr kam, erkannte die Prostituierte die falschen 50er und rief die Polizei.

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