Post und Drogen im Knast

Richter bestätigen Entlassung von Gefängnis-Mitarbeiter

Blick in einen verschlossenen Gefängnisflur der JVA-Bayreuth. Symbolfoto. FOTO: picture-alliance/ dpa / Marcus Führer

Trier. Ein Gefängnis-Mitarbeiter aus Rheinland-Pfalz soll entlassen werden. Seine Vorgesetzten werfen ihm kumpelhaften Umgang mit den Gefangenen und massive Verstöße gegen Sicherheitsregeln vor.

Das Verwaltungsgericht Trier hat die Entlassung eines Justizvollzugsbeamten aus dem Öffentlichen Dienst bestätigt. Die Richter sahen es nach Durchführung der mündlichen Verhandlung als erwiesen an, dass der Beamte einer ganze Reihe von schwerwiegenden Dienstvergehen verübt habe.

Schmuggeln von Drogen und Post im Gefängnis

Nach Feststellung der Richter habe der Mann, dessen Alter und Dienststelle nicht genannt werden, zwei Mal Rauschmittel unbestimmter Zusammensetzung von einem ehemaligen Gefangenen erhalten. Diese Drogen habe er ins Gefängnis gebracht und einem Inhaftierten übergeben. Außerdem habe er einen Brief aus der Justizvollzugsanstalt (JVA) geschmuggelt, ständigen Mobilfunkkontakt zu einem ehemaligen Gefangenen gehalten und Nachrichten an einen Gefangenen überbracht. Zudem habe der Beamte sich „der stetigen Verletzung seiner Kontrollpflichten als Werkleiter schuldig gemacht“.

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