Opfer-Rente nach einem „Deal“ im Strafprozess

Wenn Gerichte die Opfer von sexueller Gewalt erneut leiden lassen

Ein Richter-Hammer auf dem Tisch eines Strafgerichts. Symbolfoto. FOTO: dpa / Uli Deck

Stuttgart. Es passiert ständig: Eine Absprache im Strafprozess erspart den Opfern von Gewalt eine Aussage vor Gericht. Im Gegenzug bekommt der voll geständige Täter eine Strafmilderung. Oft sind solche „Deals“ sinnvoll. Aber manchmal werden sie zum erneuten Trauma für die Tatopfer. Dazu ein aktuelles Urteil.

Viele Strafprozesse wegen sexueller Gewalt enden gemäß einer Absprache zwischen den Beteiligten. Motto: Wenn der Angeklagte ein Geständnis ablegt, dann muss sein Opfer nicht vor Gericht aussagen und sein Martyrium erneut schildern. Das verhindert im Idealfall eine Re-Traumatiserung des Opfers.


Geständnis des Täters bringt Strafmilderung

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