Ergänzende Hilfe für jungen Mann

Jobcenter will 50 Euro Taschengeld von Oma bei Hartz IV anrechnen

Ein Stempel mit der Aufschrift Hartz IV.FOTO: picture alliance / dpa / Ralf Hirschberger

Düsseldorf. Wer nicht genug zum Leben hat, der bekommt in Deutschland Hartz IV. Auf diese Leistungen sind andere Einnahmen anzurechnen. Aber gilt das auch fürs Taschengeld von der Oma?

Das Sozialgericht Düsseldorf hat entschieden, dass 50 Euro Taschengeld von der Oma bei einem jungen Mann nicht zu dessen Lasten bei der Berechnung von Hartz IV gewertet werden dürfen. Damit war die Klage des 24-Jährigen aus Krefeld gegen das zuständige Jobcenter wegen der Berücksichtigung des Taschengeldes erfolgreich.


Jobcenter will Taschengeld von Oma anrechnen

Der junge Mann erzielte im fraglichen Zeitraum Einkommen aus einer selbstständigen Tätigkeit. Darüber hinaus erhielt er 110 Euro monatlich von seiner Mutter und weitere 50 Euro monatlich von seiner Großmutter. Aber das Geld reichte nicht zum Leben. Der junge Mann beantragte ergänzende Hilfe. Das Jobcenter bewilligte ihm aufstockende Grundsicherungsleistungen und berücksichtigte dabei alle Einnahmen des Antragstellers. Dagegen wehrte sich der 24-Jährige. Er forderte, dass die 50 Euro Taschengeld von seiner Großmutter nicht angerechnet werden dürfen, da dies grob unbillig sei.

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