Landesozialgericht verurteilt Krankenkasse

Kasse wollte Anlegen eines Stützkorsetts bei Rentnerin nicht zahlen

Alte Menschen haben ein Recht auf Fürsorge. Symbolbild. FOTO: Daniel Reinhardt / picture alliance / dpa

Celle. Die Frau ist 87 Jahre alt und braucht im Alltag ein Stützkorsett. Für das Anlegen berechnet ihr der Pflegedienst 5,38 Euro. Die Krankenkasse will diese Kosten nicht übernehmen. Nun urteilte die Justiz.

Das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen hat klargestellt, dass die Krankenkasse das Anlegen eines Stützkorsetts als Leistung der häuslichen Krankenpflege gesondert vergüten muss. Es handele sich dabei nicht um eine Leistung der Grundpflege, die bereits mit entsprechenden Zahlungen der Pflegekasse abgegolten sei.

Rentnerin leidet an schwerer Osteoporose

Im konkreten Fall geht es um eine 87-jährige Frau aus Holzminden. Sie lebt allein in einer Wohnung und leidet unter anderem an einer Verformung der Wirbelsäule sowie an fortschreitender Osteoporose. Dafür hat ihr der behandelnde Arzt ein Stützkorsett verordnet. Da die Rentnerin dieses Korsett wegen Schwindel und Motorikschwäche nicht eigenständig an- und auszuziehen konnte, verordnete der Arzt entsprechende häusliche Krankenpflege.

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