Prozess: Was ein Elternsprecher sagen darf

Kritik am Unterricht: Musik-Lehrerin fordert hohes Schmerzensgeld

Eine Lehrerin beim Mathematikunterricht. Symbolfoto.FOTO: dpa / Julian Stratenschulte

Köln. Wie viel Kritik ist in einer Schule erlaubt? Was darf ein Elternsprecher sagen? Diese Fragen stellten sich an einer Gesamtschule. Dort forderte eine Lehrerin vom Elternsprecher 30.000 Euro Schmerzensgeld. Ohne Erfolg.

Das Landgericht Köln hat entschieden, dass eine Lehrerin keinen Anspruch auf Zahlung eines Schmerzensgeldes gegen einen Elternsprecher hat, weil der ihre Unterrichtsmethoden kritisiert hat.

Lehrerin für Englisch und Musik

Die Klage der Frau wurde laut Rechtsportal Juris abgewiesen. Sie unterrichtete an einer Gesamtschule die Fächer Englisch und Musik in der Unter- und Mittelstufe. Einer ihrer Schüler war der Sohn des Jahrgangselternsprechers der Klassen 5 und 6. Nachdem zahlreiche Eltern Beschwerden über die Lehrerin an ihn herangetragen hatten, versuchte der Elternsprecher zunächst Gespräche zu vermitteln. Auf Bitten der Schulleitung fasste er die Beschwerden der Eltern außerdem in einem Schreiben zusammen.

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