Wann müssen Ärzte Schmerzesgeld bezahlen

Nach Operation: Frau will 20 000 Euro wegen Impotenz des Partners

Liebe und Sexualität sind in einer Partnerschaft wichtig. Symbolfoto. FOTO: Frank May / picture alliance / dpa

Hamm. Welche Ansprüche hat eine Ehefrau, deren Partner durch eine Operation impotent geworden ist. Kann sie die Klinik mit Erfolg wegen „Verlust ihrer Sexualität“ auf Schmerzensgeld verklagen? Das kann sie nicht, sagt die Justiz.

Einer Ehefrau steht auf Grund einer fehlerhaften ärztlichen Behandlung ihres Ehemanns, durch die dieser impotent geworden sein soll, grundsätzlich kein Schmerzensgeld zu. Diesen Hinweis auf die Rechtslage hat der 3. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm in zweiter Instanz einer Frau aus dem Ruhrgebiet erteilt. Die Betroffene hatte bereits in erster Instanz ihren Zivilprozess am Landgericht Hagen verloren und Berufung zum OLG eingelegt. Nach dem Hinweisbeschluss der dortigen Richter nahm sie die Berufung mangels Aussicht auf Erfolg zurück.Damit ist der Rechtstreit beendet (Az. 3 U 42/17).

Mann mehrfach an der Wirbelsäule operiert

Der Ehemann der Klägerin war in den Jahren 2010 und 2011 in einer Klinik mehrfach an der Wirbelsäule operiert worden. Die Frau hat nun behauptet, ihr Ehemann habe auf Grund einer fehlerhaften ärztlichen Behandlung im beklagten Krankenhaus einen Nervenschaden erlitten, durch welchen er impotent geworden sei. Dies beeinträchtige ihr zuvor ausgefülltes Sexualleben. Vom Krankenhaus hat sie deswegen ein Schmerzensgeld in der Größenordnung von 20.000 Euro verlangt.

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