Verfahren am Sozialgericht

Paar mit Hartz IV bekommt keine Chance auf seine Traumhochzeit

Kuss nach der Traumhochzeit: Prinz Harry und seine Frau Meghan. Symbolfoto. FOTO: dpa / Danny Lawson

Mainz. Ein junges Paar mit kleinen Kindern träumt von einer schönen Hochzeit. Aber es hat kein Geld. Und das Jobcenter lehnt einen Hochzeitszuschuss aus Mitteln von Hartz IV ab. Zu Recht?

Ein weißes Kleid für die Braut, einen tollen Anzug für den Bräutigam, edle Trauringe und ein unvergessliches Fest mit Familie und Freunden. So sieht für viele Menschen eine Traumhochzeit aus. Aber nicht alle künftigen Ehepaare haben genug Geld dafür. Manche von ihnen haben fast nichts und leben von Sozialleistungen nach Hartz IV. Für sie bleibt der schöne Traum, der ihnen regelmäßig auch in den Medien von anderen vorgelebt wird, nur ein Traum. Das Jobcenter bezahlt nämlich keinen Hochzeitszuschuss. Das hat das Sozialgericht Mainz klargestellt (Az.: S 10 AS 777/17).

Junges Paar mit zwei kleinen Kindern

Im konkreten Fall ging es um ein junges Paar aus Mainz mit zwei kleinen Kindern. Die Frau und der Mann wollten heiraten und das auch in einem schönen Rahmen feiern. Aber sie bezogen Arbeitslosengeld/Hartz IV und hatten nicht genug Geld für die Traumhochzeit. Also wandten sie sich an das Jobcenter und beantragten „Heiratsgeld", für Eheringe, Brautkleid, Anzug für den Bräutigam, Kleidung für die Kinder sowie die Feier an sich. Das Jobcenter lehnte den Antrag ab, da das Gesetz in einem solchen Fall keine Leistungen vorsehe.

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