Keine Handy-Regeln für acht Jahre altes Mädchen

Richter geben grünes Licht für Smartphones im Kinderzimmer

Ein kleines Mädchen mit Smartphone. Symbolfoto.FOTO: dpa / Hans-Jürgen Wiedl

Frankfurt. Das ist ein Top-Thema bei vielen Eltern: In welchem Alter bekommt der Nachwuchs sein Smartphone? Wie viel Stunden am Tag darf es benutzt werden. Und vor allen Dingen: Wofür? Die Justiz hat sich nun mit diesen Fragen befasst. Mit einem überraschenden Ergebnis.

Die vom Grundgesetz geschützte Freiheit endet nicht an der Tür eines Kinderzimmers. Ohne konkrete Gefährdung des Kindeswohls dürfen die Familiengerichte deshalb den Eltern keine verbindlichen Auflagen zur Nutzung von Smartphones und anderen elektronischen Medien durch ihre Kinder machen. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt in einem aktuellen Beschluss klargestellt. Demnach reicht es zur Annahme einer konkreten Gefahr nicht aus, wenn das Kind im Besitz eines Smartphones ist und freien Zugang zum Internet hat (Az.: 2 UF 41/18).


Acht Jahre altes Mädchen mit Smartphone und Internet

Im aktuellen Fall geht es um ein getrennt lebendes Ehepaar und deren heute neun Jahre alte Tochter. Die Eltern stritten vor dem Familiengericht über das Aufenthaltsbestimmungsrecht für das Kind. Im Rahmen der Kindesanhörung ergab sich, dass das damals 8-jährige Mädchen freien Zugang zum Internet über Geräte der Mutter hatte und über ein eigenes Smartphone verfügte.

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