Zeckenbiss verursacht schmerzhafte Borreliose

Urlaub: Krankenkasse bezahlt Arztkosten im Ausland nicht immer

Ein Warnschild mit der Aufschrift «Zecke».FOTO: Frank Rumpenhorst / dpa

Celle. Krankenkassen müssen nicht für die Kosten des Gesundheitstourismus aufkommen. Wer den Urlaub nutzt, um sich im Ausland beispielsweise wegen der Folgen eines Zeckenbisses behandeln zu lassen, der kann in der Regel keine Erstattung der Ausgaben erwarten.

Das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen hat klargestellt, dass eine Borreliose in Folge eines Zeckenbisses in Deutschland gut behandelbar ist. Hierfür sei es nicht erforderlich, zu Ärzten in die Türkei zu reisen. Deshalb müssten die entsprechenden Kosten auch nicht von der Krankenkasse erstattet werden (Az.: L 16 KR 284/17).

Zeckenbiss mit schmerzhaften Folgen

Im konkreten Fall ging es um einen 40 Jahre alten, türkischstämmigen Mann aus dem Landkreis Vechta. Er war vor vielen Jahren von einer Zecke gebissen worden und leidet unter einer schmerzhaften Borreliose. Kurz vor Weihnachten 2014 reiste er in die Türkei und ließ sich dort behandeln. Nach seiner Rückkehr im Januar legte er bei seiner Krankenkasse zahlreiche Rechnungen in Höhe von umgerechnet rund 860 Euro vor und beantragte die Erstattung dieser Kosten.

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