Wann Tierhalter bei Unfällen bezahlen müssen

Dackel vor Gemüseladen angebunden: Passantin erschrickt und stürzt

Der berühmte Dackelblick erweckt den Anschein, als sei der Hund völlig friedlich und einfach nur nett. Aber auch Dackel können bellen und beißen. Symbolfoto.FOTO: dpa / Boris Roessler

Coburg. Der tut nix. Das sagen die meisten Hundehalter beim Kontakt mit ängstlichen Passanten. Trotzdem müssen sie auf ihr Tier aufpassen und sind in der Verantwortung, wenn etwas passiert. Dazu unser Rechts-Tipp.

Coburg. Hundehalter müssen für alle Schäden gerade stehen, die ihr Tier anderen Menschen zufügt. Das gilt unter Umständen sogar dann, wenn jemand aus Furcht vor einem angeleinten Hund auf offener Straße vor einem Ladengeschäft stürzt. Das hat das Landgericht Coburg vor längerer Zeit im Fall einer Frau entschieden, die aus Angst vor einem bellenden Hund zurückgewichen und dabei schwer gestürzt war. Die Hundehalterin musste deshalb die Krankenhauskosten für die Behandlung der Verletzten bezahlen (Az.:13 O 150/11).

Dackelmischling vor Gemüseladen angebunden

Die entsprechenden Kosten in Höhe von mehreren tausend Euro hatte zunächst die Krankenkasse der Verletzten übernommen. Anschließend forderte die Kasse das Geld von der betroffenen Hundehalterin. Diese sei auf Grund der gesetzlich geregelten Tierhalterhaftung für den Schaden verantwortlich.

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