Wer haftet bei einem Sturz in der Natur

Mit dem Fahrrad durch den Wald: Freiheit auf eigenes Risiko

Zwei Radfahrer im Wald. Symbolfoto. FOTO: dpa / Julian Stratenschulte

Frankfurt. Pech für eine Radfahrerin. Nachdem sie auf einem Waldweg gestürzt war, forderte sie Schmerzensgeld vom Eigentümer des Waldes. Aber die Gerichte wiesen ihre Klage ab.

Wer zu Fuß oder mit dem Fahrrad in einem Wald unterwegs ist, macht dies weitgehend auf eigenes Risiko. Er muss insbesondere mit den Tücken der Natur rechnen und sich darauf einstellen. Der Besitzer eines Waldes ist für solche „waldtypischen Gefahren“ nicht verantwortlich. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt im Fall einer Radfahrerin klargestellt, die auf einem Waldweg schwer gestürzt war. Die Frau hatte deshalb Schmerzensgeld vom Waldbesitzer gefordert. Ohne Erfolg.

Waldweg mit Löchern und Querrillen

Die Frau hatte im Frühjahr 2016 im Kreis Groß-Gerau eine Radtour auf einem Waldweg des Landes Hessen gemacht. Dieser Weg ist nicht dem öffentlichen Verkehr gewidmet, wird aber häufig von Fußgängern und Radfahrern genutzt. Er ist unbefestigt und weist Löcher und Querrillen auf, was der Radfahrerin von früheren Ausflügen her bekannt war.

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