Unfall bei Spurwechsel auf der Autobahn

Mit Tempo 150 auf der Autobahn: Und der Vordermann schert aus

Die Leuchtschrift auf einem Polizeiauto warnt vor einem Unfall. Symbolfoto.FOTO: Stefan Puchner / dpa

Hamm. Alltag auf den deutschen Autobahnen: Der eine ist schnell auf der Überholspur unterwegs, der andere zieht plötzlich links raus. Und schon knallt es. Wer ist schuld an dem Unfall?

Das Überschreiten der Richtgeschwindigkeit von 130 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen muss nicht automatisch eine Mithaftungsquote beim Geschädigten eines Unfalls begründen. Das hat das Oberlandesgericht Hamm klargestellt.

Unfall bei Spurwechsel auf der Autobahn

Die Richter haben den Verursacher eines Auffahrunfalls zu 100 Prozent für den entstandenen Schaden verantwortlich gemacht, weil der Mann ohne Beachtung des rückwärtigen Verkehrs auf der Autobahn bei Bottrop von der rechten auf die linke Fahrbahn gewechselt war. Dort kollidierte der Dacia-Fahrer mit einem etwa 150 Stundenkilometer schnellen Seat. Dessen Fahrer hatte den Dacia gerade überholen wollen, als der Dacia ohne ersichtlichen Grund und ohne Betätigen des Fahrtrichtungsanzeigers auf die linke Fahrspur wechselte. Es kam zum Auffahrunfall, weil keiner der Fahrer rechtzeitig bremsen oder auswichen konnte.

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