Falsches Parken geht ans Geld

Stadt kennt kein Pardon: Falschparkerin nach 23 Minuten abgeschleppt

Falschparken - und dann ein Knöllchen. Das geht ja noch. Aber Falschparken und dann Abschleppkosten von mehr als 180 Euro - das ist echt hart. Symbolfoto.FOTO: Becker && Bredel / BECKER&BREDEL

Koblenz. Eine Frau wollte offenbar nur mal schnell etwas erledigen, parkte falsch und machte die Straße eng. Ihr Auto wurde abgeschleppt und sie soll 189 Euro zahlen. Zu Recht?

Das Verwaltungsgericht Koblenz hat die Klage einer Bürgerin gegen einen Kostenbescheid der Stadt über 189,63 Euro Abschleppkosten abgewiesen.

Die Frau hatte gegen 7.58 Uhr morgens ihr Auto im Torbogen der Paulstraße in Koblenz geparkt. Dadurch entstand auf der Straße eine Engstelle mit einer Breite von etwa 2,40 Meter. Für Zulieferer eines angrenzenden Gewerbebetriebs war dies zu schmal. Sie konnten die Farbenfirma nicht mehr anfahren.

Daraufhin wurde die städtische Verkehrskontrolle aktiv und ermittelte die Frau als Halterin des Fahrzeuges. Es wurde versucht, sie zu erreichen. Vergeblich. Daraufhin erteilte die Stadt einem Abschleppunternehmen den Auftrag, das Fahrzeug umzusetzen. Das passierte anschließend gegen 8.21 Uhr. Die Kosten dafür inklusive Auslagen und Verwaltungsgebühren forderte die Kommune anschließend per Gebührenbescheid in Höhe von 189,63 Euro.

Die Frau weigerte sich zu zahlen. Sie legte Widerspruch ein. Als dieser ohne Erfolg blieb, klagte sie vor dem Verwaltungsgericht. Sie weist darauf hin, dass der „normale“ Verkehr die betroffene Stelle an jenem Morgen hätte passieren können. Außerdem sei die Abschleppmaßnahme schon nach unverhältnismäßig kurzer Zeit veranlasst worden.

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