Bier-Trinken zwischen Arbeit und Vergnügen

Sturz bei Wanderung von Bierstand zu Bierstand ist kein Arbeitsunfall

Biertrinker in freier Natur. Symbolfoto. FOTO: Peter Endig / picture alliance / dpa

Darmstadt. Wenn jemand bei einer Bier-Wanderung mit Arbeitskollegen stützt und sich verletzt, dann steht er nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Eine solche Wanderung zählt nicht als Arbeit oder Betriebssport.

Wer mit Arbeitskollegen von Bierstand zu Bierstand wandert, der mag dies als anstrengend oder gar als richtige Arbeit empfinden. Die Gesetze und die Richter sehen das aber anders.

Dazu hat das Landessozialgericht Hessen klargestellt: Verunglückt ein Arbeitnehmer bei Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit, so steht der Arbeitsunfall unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Dies gilt auch, wenn der Unfall sich während des Betriebssports oder einer betrieblichen Gemeinschaftsveranstaltung ereignet. Eine von einem Sportverein organisierte Bierwanderung, an der nur wenige Mitarbeiter teilnehmen, gehört aber nicht zu den versicherten Tätigkeiten eines Arbeitnehmers (Az.: L 9 U 205/16).

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