Verbraucherschützer kämpfen vor Gericht

Augen auf beim Kaufen im Internet: Nicht alle Waren sind wirklich neu

Ein Paket auf einem Laufband im Amazon Logistikzentrum. Symbolfoto.FOTO: dpa / Christoph Schmidt

München. Das Internetkaufhaus Amazon bietet auch gebrauchte Waren an. Es muss deshalb bei gebrauchten Smartphones in der Werbung deutlich machen, dass die Geräte nicht neu sind. Darauf hat der Verbraucherzentrale Bundesverband hingewiesen.

Das schnelle Geschäft mit Elektronik im Internet boomt. Da lockt das schöne Bild vom tollen Smartphone und der Preis ist sensationell. Aber zu Hause kommt dann wenig später oft die Überraschung: Das Gerät sieht ganz anders aus als auf dem Foto. Und es ist nicht neu sondern gebraucht. In solchen Fällen ist man als Verbraucher meistens auf ein „Symbolbild“ hereingefallen und hat den Zusatz „refurbished“ in der Artikelbeschreibung überlesen. Das kommt öfter vor und ist nicht nur dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzvb) ein Dorn im Auge.

Verbraucher-Verband verklagt Internetriesen Amazon


Der Verband hat deshalb den Internethändler Amazon verklagt und vor dem Landgericht München I Recht bekommen. Die Richter haben demnach entschieden, dass ein Internet-Händler bei der Werbung für gebrauchte Smartphones eindeutig darauf hinweisen muss, dass die Geräte nicht neu sind. Außerdem stellten die Richter laut Auskunft des Verbraucher-Verbandes klar: Der Zusatz „Refurbished Certificate“ in der Artikelbeschreibung sei kein ausreichender Hinweis auf gebrauchte Ware.

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