Urteil über Kauf von Gebrauchtwagen

Wer beim Auto-Verkauf nicht die Wahrheit sagt, der muss am Ende zahlen

Paragrafen an der Eingangstür eines Gerichts. Symbolfoto. FOTO: picture alliance / dpa / Oliver Berg

München. Wer ein gebrauchtes Auto kauft, der sollte alles genau dokumentieren. Das hilft, wenn man den Wagen wegen Mängeln zurückgeben will. Und es hilft gegen manche Tricks der Verkäufer.

Ein Urteil über die Tücken des Gebrauchtwagenkaufes kommt vom Amtsgericht München. Darin stellt die Amtsrichterin fest, dass die bewusst wahrheitswidrige Vortäuschung, ein Fahrzeug sei scheckheftgepflegt, zur Anfechtung des Kaufvertrages berechtigt. Das Amtsgericht verurteilte deshalb den Verkäufer eines Mercedes Sprinter zur Rückzahlung des Kaufpreises von 4500 Euro Zug um Zug gegen Rückgabe des Autos.

Inserat zu gebrauchtem Mercedes im Internet


Der Betroffene hatte im Internet einen gebrauchten Mercedes Benz Sprinter inseriert und dabei seinen Namen und seine Kontaktdaten angegeben. Der spätere Käufer meldete sich, man traf sich und einigte sich auf den Preis von 4.500 Euro. Wenig später trafen sich die Parteien in der Wohnung des Käufers. Bei diesem Treffen im Januar 2017 war auch dessen Vater anwesend. Der Verkäufer war mit dem Mercedes angereist. Er übergab dem Käufer das Auto nebst allen Papieren und Schlüsseln. Außerdem wurde ein Dokument ausgefüllt, das mit „Kaufvertrag“ überschrieben ist und von beiden Parteien als „Käufer“ und „Verkäufer“ unterschrieben wurde.

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