Verstoß gegen Gesetz zum Datenschutz

Wenn das geparkte Auto per Videokamera auf sich selbst aufpasst

Eine Kamera filmt den Verkehr aus einem Auto. Symbolfoto.FOTO: dpa / Rene Ruprecht

München. Die moderne Technik macht es möglich. Geparkte Autos können via Videokamera zwar auf sich selbst aufpassen. Aber erlaubt ist das nicht.

Eine schlechte Nachricht für Autofahrer, die ihre Wagen mit Hilfe von Videokameras vor Parkremplern oder Vandalismusschäden bewahren wollen. So etwas wäre zwar technisch möglich – ist aber nicht erlaubt. Das ergibt sich aus einem Urteil des Amtsgerichts München. Es hat eine 52 Jahre alte Geschäftsführerin wegen Verstoßes gegen das Bundesdatenschutzgesetz zu einer Geldbuße von 150 Euro verurteilt. Der Frau wurde schuldig gesprochen wegen vorsätzlicher unbefugter Erhebung, Verarbeitung und Bereithaltung von personenbezogenen Daten, die nicht allgemein zugänglich sind.

Geparktes Auto überwacht die Straße

Die Betroffene hatte an einem Sommernachmittag zwischen 13.00 und 16.00 Uhr ihren BMW X1 in der Mendelssohnstraße in München geparkt. Das Auto war vorne und hinten mit einer Videokamera ausgestattet. Die Kameras filmten den öffentlichen Verkehrsraum vor und hinter dem Fahrzeug. Diese Aufzeichnungen wurden gespeichert. Dabei wurden mindestens drei andere Fahrzeuge aufgezeichnet, die sich vor oder hinter dem geparkten BMW befanden.

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