Richter urteilen über Unfall bei Dunkelheit

Wer nachts falsch parkt, der bekommt nach einem Unfall weniger Geld

Fünf Schilder mit Halteverboten.FOTO: picture alliance / dpa / dpa Picture-Alliance/Kay Nietf

Frankfurt. Das wird teuer für Falschparker. Nach einem aktuellen Gerichtsurteil müssen sie mit einer Teil-Schuld rechnen, wenn ein anderer Autofahrer bei Dunkelheit in ihren Wagen fährt.

Wer sein Auto im Halteverbot abstellt, der bekommt unter Umständen weniger Geld, wenn der Wagen bei einem Unfall von einem anderen Fahrzeug beschädigt wird. Das ergibt sich aus einem Urteil des Oberlandesgerichts in Frankfurt am Main. Es hat klargestellt: Stößt ein Autofahrer bei Dunkelheit gegen ein verbotswidrig geparktes Fahrzeug, haftet auch der Halter des geparkten Pkws für die Unfallfolgen. Der Betroffene im konkreten Fall bekommt deshalb lediglich 75 Prozent des entstandenen Schadens ersetzt.

Auto stand nachts im Halteverbot


Der Verkehrsunfall hatte sich nachts in einem Wohngebiet in Frankfurt am Main/Eschersheim ereignet. Der betroffene Autofahrer hatte sein Fahrzeug unmittelbar hinter einer die Fahrbahn verengenden Verkehrsinsel im Halteverbot am rechten Straßenrand geparkt. Bei Dunkelheit fuhr eine anderer Fahrer auf dieser Straße. Er stieß mit seinem Auto ungebremst gegen die hintere linke Ecke des geparkten Fahrzeugs. Das Auto wurde gegen ein weiteres - bereits zuvor im Parkverbot abgestelltes - Fahrzeug geschoben und dieses wiederum gegen ein Drittes.

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