Zivilprozess vor dem Oberlandesgericht

Homburger Uniklinik: Richter weisen Klage von früherem Chefarzt ab

Operationstermine gegen Bargeld. So lautete einer der Vorwürfe gegen einen Medizin-Professor an der Uni-Klinik in Homburg. Symbolfoto.FOTO: dpa / A3817 Tobias Hase

Saarbrücken/Homburg. Ein wegen Bestechlichkeit verurteilter Medizin-Professor will 300.000 Euro Schadensersatz von der Universitätsklinik. Er wirft seiner früheren Arbeitgeberin Mobbing und Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte vor.

Das Oberlandesgericht des Saarlandes hat in zweiter Instanz die Zivilklage eines früheren Direktors der Klinik für allgemeine Chirurgie gegen die Universitätsklinik in Homburg abgewiesen. Das hat eine Gerichtssprecherin auf Anfrage bestätigt. Der Medizin-Professor hatte von seiner früheren Arbeitgeberin mindestens 300.000 Euro Schadensersatz wegen angeblicher Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte, Mobbings und Verletzung der Fürsorgepflicht gefordert.

Er wirft der Klinik vor, dass sie angebliche Unregelmäßigkeiten in seiner Arbeit dem Gesundheitsministerium gemeldet habe. Im Anschluss daran habe er seinen Beamtenstatus aufgegeben, sei wegen Bestechlichkeit sowie Steuerhinterziehung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden und habe in einem anderen Land von vorne anfangen müssen. Dies habe ihn viel Geld gekostet. Daran sei die Klinik schuld.


top