Strafprozess am Landgericht

Junger Mann will seiner Mutter helfen – Und wird dabei zum Räuber

Der Blick aus einer Gefängniszelle. Symbolfoto. FOTO: dpa / Horst Ossinger

Saarbrücken. Das war knapp: Haarscharf sind zwei junge Männer vor Gericht einer mehrjährigen Haftstrafe entgangen. Sie hatten versucht, mit einer Gaspistole und einem Schlagstock eine vermeintliche Geldforderung einzutreiben.

Wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung hat das Landgericht Saarbrücken zwei junge Männer aus dem Landkreis Neunkirchen zu jeweils zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Die beiden Angeklagten sind heute 19 und 27 Jahre alt. Sie hatten vor Gericht zugegeben, dass sie im Dezember 2016 ein Ehepaar in dessen Haus überfallen und bedroht hatten.

Mutter hatte angeblich Geld zu bekommen

Nach dem Ergebnis der Ermittlungen ging es den beiden Beschuldigten und einem weiteren, gesondert verfolgten Mittäter darum, für die Mutter des 19-Jährigen einen Betrag von 500 Euro einzutreiben. Aus damaliger Sicht der Angeklagten soll die Frau darauf einen Anspruch in Zusammenhang mit kriminellen Aktivitäten gehabt haben. Angeblich hatte die Mutter mit einer gestohlenen Scheckkarte diverse Geschäfte getätigt. Als die Sache aufflog und sie deshalb strafrechtlich verurteilt wurde, machte sie dafür das besagte Ehepaar verantwortlich. Deshalb sollten die Eheleute ihrer Meinung nach 500 Euro zahlen.

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