Einstellung bei Zahlung von Geldauflage

Prozess gegen Fachärzte wegen Verdachts des Betrugs vor dem Ende

Ein Klinik-Mitarbeiter begutachtet das Röntgenbild eines Patienten. Symbolfoto.FOTO: Jochen Lübke / dpa

Saarbrücken. Zwei Röntgenärzte sollen bei Privatpatienten über Jahre zu viel abgerechnet haben. Seit August müssen sie sich vor Gericht verantworten. Nun wird das Verfahren gegen Zahlung von jeweils 12 500 Euro eingestellt.

Das Strafverfahren gegen zwei Röntgenärzte aus dem Saarland wegen Verdachts des Abrechnungsbetruges soll gegen Zahlung einer Geldauflage in Höhe von jeweils 12 500 Euro eingestellt werden. Darauf haben sich vor dem Landgericht die Vertreterin der Staatsanwaltschaft, die beiden Verteidiger und die Richterinnen und Richter verständigt. Damit ziehen die Beteiligten des seit August laufenden und bis ins Jahr 2018 geplanten Strafprozesses einen vorzeitigen Schlussstrich in diesem langwierigen und komplizierten Strafverfahren.

Gemeinsame Röntgenpraxis mit Spezialgeräten

Ein Zufall hatte die Spezialermittler der Polizei für Abrechnungsbetrug 2011/2012 zu den damals 53 und 48 Jahre alten Fachärzten geführt, die eine radiologische Gemeinschaftspraxis betrieben. Dort wurden unter anderem Untersuchungen mittels Magnetresonanztomographen (MRT) durchgeführt. Und genau diese Form von Untersuchung wurde 2011 in einer privat versicherten Familie mit Beihilfeanspruch aus dem Öffentlichen Dienst im Abstand von wenigen Monaten gleich zwei Mal fällig.

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