Urteil nach tödlichem Verkehrsunfall

Todesfahrer von Berus erneut zu Haftstrafe verurteilt

In dieser Kurve bei Berus starb im August 2016 eine 14-Jährige, weil der Angeklagte mit überhöhtem Tempo in eine Kurve gerast war.FOTO: rup

Saarbrücken . Nach dem tödlichen Verkehrsunfall mit einem zum Rennauto umgebauten Opel hat das Landgericht den Fahrer auch in zweiter Instanz zu einer Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt.

Wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung in zwei Fällen hat das Landgericht Saarbrücken in zweiter Instanz einen Saarländer zu zwei Jahren und acht Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. Das Amtsgericht Saarlouis hatte den 23-Jährigen in erster Instanz bereits zu drei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt. Diese Strafe haben die Berufungsrichter nun zwar um vier Monate reduziert. Die Erwartungen des angeklagten Opel-Fans, der nach einem tödlichen Verkehrsunfall auf eine Bewährungsstrafe gehofft hatte, wurden aber nicht erfüllt.

Zum Rennauto umgebauter Opel Zafira

Der junge Mann hatte am 7. August 2016 gegen 22.50 Uhr auf der Landstraße zwischen Überherrn und Berus in einer Rechtskurve die Kontrolle über seinen zum Rennauto umgebauten Opel Zafira verloren und war mit dem Wagen in eine Gruppe von drei Fußgängern auf dem Gehweg gerutscht. Dabei wurden zwei junge Männer teils schwer verletzt. Ein 14 Jahre altes Mädchen starb an der Unfallstelle. Ihr Name war Victoria. Die Leute auf dem Gehweg sowie der Angeklagte und dessen Bekannte in mehreren Sportautos waren an jenem Sonntagabend im Sommer unabhängig voneinander unterwegs zu dem Aussichtspunkt am Europadenkmal bei Berus.

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