Zugluft im Passiv-Haus ärgert Mieter

Kalte Füße im schönen neuen Haus: Minderung der Miete möglich

Alles dicht? Hier kommt keine Zugluft mehr durch! Symbolfoto.FOTO: Andrea Warnecke / dpa-tmn

Frankfurt. Gerade in der kalten Jahreszeit sollte es zu Hause schön mollig warm sein. Aber nicht alle Häuser oder Wohnungen sind entsprechend isoliert oder technisch ausgestattet.

Das Amtsgericht Frankfurt am Main hat entschieden, dass kalte Zugluft in einem neu errichteten Passiv-Haus einen Mietmangel darstellt. Dieser Mangel rechtfertige im konkreten Fall eine Minderung der Miete um zehn Prozent.

Streit über Zugluft in den Wintermonaten

Die betroffenen Kläger waren in ein neu errichtetes Passiv-Haus in der Innenstadt von Frankfurt eingezogen. Sie mieteten eine Drei-Zimmer-Wohnung in der fünften Etage für 1267 Euro Miete im Monat zuzüglich Betriebskostenvorauszahlung von 226 Euro. Aber sie waren mit ihrer neuen Wohnung nicht zufrieden. Sie kritisierten daran, dass trotz funktionierender Fußbodenheizung in den Wintermonaten die Zugluft im Wohn-, Arbeits- und Schlafzimmer nicht mehr erträglich gewesen sei. Die Vermieter hielten dem entgegen, dass Beeinträchtigungen durch Zugluft, wenn überhaupt, nur eine unerhebliche Gebrauchsbeeinträchtigung seien. Eine Beeinträchtigung, die außerdem im Sommer gar nicht auftreten würde.

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