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Fristlose Kündigung der Mietwohnung

Nichts als Ärger mit der Mieterin im ersten Stock: Aber jetzt ist Schluss!

Ein Mietvertrag bringt Rechte und Pflichten. Symbolfoto. FOTO: dpa / Dieter Assmann

München. Nehmt Rücksicht aufeinander, macht die Haustür zu und das Licht im Keller aus! Auch in einem freundlichen Mehrfamilienhaus gibt es solche Regeln. Wer sich daran nicht hält, dem droht der Rauswurf.

Irgendwann geht es nicht mehr. Eine dauerhafte Störung des Hausfriedens rechtfertigt deshalb die fristlose Kündigung einer Mietwohnung. Das hat das Amtsgericht München klargestellt. Es hat eine Frau zur Räumung ihrer Einzimmerwohnung in der ersten Etage eines Mehrfamilienhauses verurteilt. Damit hatte die Räumungsklage der Vermieterin Erfolg.

Die Hausregeln verletzt - und einem Teppichvorleger geklaut?

Die betroffene Frau wohnte bereits seit gut neun Jahren in der besagten Wohnung, als der Mietvertrag 2017 wegen Störung des Hausfriedens fristlos gekündigt wurde. Zur Begründung hieß es: Die Mieterin störe seit längerem den Hausfrieden. Sie würde beim Verlassen und bei Betreten des Anwesens grundsätzlich die Hauseingangstür offenstehen lassen, sie tyrannisiere ihre Mitbewohner durch Lärm und lasse im Keller regelmäßig das Licht brennen. Ferner beschimpfe und beleidige sie die Nachbarn, sie gieße Wasser aus ihrer Wohnung und habe einen Teppichvorleger ihrer Nachbarin entwendet.

Mieterin weist Vorwürfe zurück und hält Kündigung für unwirksam

Die Mieterin ist der Auffassung, sie habe den Hausfrieden nicht gestört. Ihrer Ansicht nach ist die Kündigung außerdem wegen des Fehlens einer Abmahnung unwirksam. Der Hausverwalter sieht das anders. Er betonte, man habe sich die Kündigung nicht leicht gemacht. Bereits im Vorfeld dieser Maßnahme habe er im Frühjahr 2016 das Gespräch mit der Mieterin gesucht. Dabei habe er das Aggressionspotential der Frau kennengelernt. Sie habe geschrien und habe brüllend das Büro verlassen.

Ähnlich agiere sie auch in dem Mehrfamilienhaus. Es kämen in der Woche ungefähr drei bis vier Beschwerden in seinem Büro an und diese Beschwerden seien extrem. Zum Teil kämen die Mitmieter in Gruppen ins Büro, um sich zu beschweren und mitzuteilen, dass sie das Ganze nicht mehr aushalten. Die Beschwerden kämen nicht nur aus einem bestimmten Bereich, sondern von den verschiedensten Parteien über das ganze Haus verteilt. So weit der Hausverwalter.

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