Urteil über Kündigung von Wohnung

Mietwohnung voll mit Müll: Ist das ein Grund zur Kündigung?

Ein Mietvertrag regelt Rechte und Pflichten der Beteiligten. Symbolfoto. FOTO: picture-alliance/ dpa / Hannibal Hanschke

München. Wie weit geht die Freiheit von Mietern in einer Wohnung? Dürfen sie die vier Wände mit Müll, Dreck und Unrat verunreinigen oder ist das ein Grund zur fristlosen Kündigung durch den Vermieter? Dazu ein aktuelles Urteil.

Die Vermüllung einer Mietwohnung kann eine fristlose Kündigung des Mietvertrags durch den Vermieter rechtfertigen. Das hat das Amtsgericht München klargestellt. Es hat eine Mieterin dazu verurteilt, die von ihr in München-Bogenhausen angemietete Zwei-Zimmer-Dachgeschosswohnung nebst Kellerabteil und Tiefgaragenplatz an die Vermieterin herauszugeben (Az.: 416 C 5897/18).

Zwei-Zimmer-Wohnung mit Autostellplatz


Die Betroffene hatte ihre etwa 60 Quadratmeter große Wohnung im November 1996 gemietet. Zuletzt bezahlte sie 841 Euro Kaltmiete im Monat. Bei einer Wohnungsbesichtigung im Zuge von Nachbarbeschwerden wurde Ende Februar 2018 festgestellt, dass die Wohnung völlig vermüllt war.

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