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Auf Männerhänden lauert Gefahr

Richtiges Händewaschen ist eine der wirkungsvollsten Methoden zum Schutz vor einer Grippe-Infektion. FOTO: picture alliance / dpa-tmn / Inga Kjer

Heidelberg. Gegen Grippeviren hilft gründliches Händewaschen. Doch damit nehmen es vor allem die Herren nicht so genau.

Was schützt in der Grippesaison vor Ansteckung? Das Händewaschen. Es zähle zu den einfachsten, aber besonders wirksamen Methoden, die Grippegefahr zu vermindern, erklärt das Kölner Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Sich in der Grippesaison die Hände häufig mit normaler Seife zu waschen und sich nicht ins Gesicht zu fassen, sei statistisch als Vorbeugung wirksamer, als zu versuchen, dem Immunsystem mit Vitaminen auf die Sprünge zu helfen.


Doch mit dieser Einsicht scheint es nicht weit her zu sei, berichten jetzt Studenten der Fakultät für Angewandte Psychologie der SRH-Hochschule Heidelberg (Stiftung Rehabilitation Heidelberg) nach einer Beobachtungsstudie mit 1000 Teilnehmern. Unter der Überschrift „Hände weg von Männerhänden“ warnen sie vor dem infektiösen Handschlag. Kaum eine der Testpersonen, denen die Studenten auf die Finger schauten, habe ihre Hände nach dem Toilettengang richtig gewaschen. Männerhände seien besonders infektiös.

Mehr als drei Viertel aller ansteckenden Krankheiten werden von Hand zu Hand übertragen. Mit unseren Händen fassen wir uns im Durchschnitt 16 Mal pro Stunde ins Gesicht. Auf diesem Weg ist es für Keime aller Art ein Leichtes, über Mund, Nase und Augen in den Körper zu gelangen.

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