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Eine Grippe hat Langzeitfolgen

Braunschweig. (np) Eine Grippeinfektion ist eine extreme Belastung. Doch auch wenn die unmittelbaren Folgen überwunden sind, kann es lange dauern, bis der Körper die volle Leistungsfähigkeit wiedererlangt, berichten nun Biologen der TU Braunschweig. Das zeigten Tierversuche mit Mäusen. Die Forscher untersuchten Gehirnstrukturen der Tiere, die mit verschiedenen Influenza-A-Virentypen infiziert waren. Sie hätten noch 30 Tage danach bei Lern- und Gedächtnisaufgaben schlechter abgeschnitten.

(np) Eine Grippeinfektion ist eine extreme Belastung. Doch auch wenn die unmittelbaren Folgen überwunden sind, kann es lange dauern, bis der Körper die volle Leistungsfähigkeit wiedererlangt, berichten nun Biologen der TU Braunschweig. Das zeigten Tierversuche mit Mäusen. Die Forscher untersuchten Gehirnstrukturen der Tiere, die mit verschiedenen Influenza-A-Virentypen infiziert waren. Sie hätten noch 30 Tage danach bei Lern- und Gedächtnisaufgaben schlechter abgeschnitten.

Bis 120 Tage nach der Infektion seien strukturelle Veränderungen an Nervenzellen sichtbar gewesen. „Auf die Lebenserwartung eines Menschen hochgerechnet, würde der Erholungsprozess einige Jahre dauern“, sagt Kristin Michaelsen-Preusse. Besonders erstaunt habe die Forscher, dass ein Virenstamm Nachwirkungen hatte, der nicht im Hirn aktiv ist. Ein anderes Virus, das ins Gehirn gelangen kann, habe keine Langzeitfolgen gehabt. Die Forscher vermuten, dass sich Immunreaktionen im Körper über Botenstoffe ins zentrale Nervensystem auswirken.

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