Ein Ziergarten wird zum Zankapfel

Trampolin im Garten: Was dürfen Kinder in einer Wohnsiedlung?

Ein glückliches Kind hat Spaß im Garten. Symbolfoto. FOTO: Z1022 Patrick Pleul / dpa/dpaweb

München. Streit in der Wohnsiedlung: Die einen wollen in Ruhe ihren „Ziergarten-Anteil“ genießen. Die anderen wollen, dass ihre Kinder in ihrem Garten-Anteil Spaß haben. Eine Einigung ist nicht möglich. Also landet der Fall vor Gericht.

Das Amtsgericht München hat klargestellt, dass ein Garten nicht nur zum Anschauen da ist sondern auch zum darin leben. Deshalb dürfe im Garten einer Wohnanlage auch ein Trampolin für Kinder aufgestellt werden.

Selbst wenn die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer vereinbart habe, dass die Gartenanteile der einzelnen Wohnungen nur als Ziergarten genutzt werden dürfen, hindere dies die Aufstellung eines Trampolins nicht. Die Klage einer Wohnungseigentümerin auf Entfernung des Trampolins aus dem Gartenanteil einer Nachbarfamilie wurde deshalb abgewiesen (Az.: 485 C 12677/17 WEG).

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