Bundesbank-Studie

Barzahlung immer noch schnellstes und kostengünstigstes Zahlungsmittel

EC-Karte oder Bargeld? Schneller ist immer noch das Zahlen mit Schein und Münze. FOTO: dpa / Arne Dedert

Der Glaube, dass Barzahlungen an Kassen im Handel den Betrieb aufhalten, ist ein Vorurteil. Wie eine Studie der Bundesbank zeigt, ist diese Art des Zahlens immer noch die schnellste.

Wer mit Bargeld zahlt, braucht dafür im Schnitt gut 22 Sekunden; für Händler und Banken entstehen dabei im Schnitt Kosten von 24 Cent. "An der Ladenkasse ist die Barzahlung noch immer das schnellste und kostengünstigste Zahlungsmittel", sagte Bundesbankvorstand Johannes Beermann am Dienstag in Frankfurt am Main. Er stellte eine Studie zur Barzahlung im Einzelhandel vor.

Dafür ließ die Bundesbank im Jahr 2017 die Dauer von insgesamt 3125 Zahlvorgängen in 15 Geschäften messen. Zudem gaben 30 Einzelhändler unterschiedlicher Größe Auskunft über ihre Kosten für Bar- und Kartenzahlungen. Der Studie zufolge sind Barzahlungen rund sieben Sekunden schneller als Kartenzahlungen mit PIN-Eingabe. Gegenüber der Kartenzahlung mit Unterschrift ist die Zahlung mit Bargeld sogar 16 Sekunden schneller.

Mit Blick auf die Kosten liegen Barzahlungen und Zahlungen mit EC-Karte nicht weit auseinander. Insbesondere Barzahlungen bis 50 Euro sind günstiger, da die Fixkosten für die Bargeldhaltung im Durchschnitt geringer sind als die Gebühren, die Händler pro Kartenzahlung entrichten müssen. Bei höheren Zahlungsbeträgen sind EC-Karten die kostengünstigste Variante.

(felt/AFP)
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