Weniger als 11.000 Punkte

Dax fällt auf Zweijahrestief

Vor rund einer Woche stand der Dax in Frankfurt noch bei über 11.300 Punkten (Archivbild).FOTO: REUTERS / STAFF

Der deutsche Leitindex hat dieses Jahr bereits rund 15 Prozent eingebüßt. Aktuell belastet vor allem der Handelsstreit zwischen den USA und China die Kurse. Dort gibt es jedoch auch positive Signale.

Der Dax ist am Donnerstag im frühen Handel unter die börsenpsychologisch als Unterstützung geltende Marke von 11.000 Punkten gefallen und hat mit 10.997 Zählern den niedrigsten Stand seit zwei Jahren erreicht. Zuletzt notierte der Leitindex 1,72 Prozent tiefer bei 11.007,32 Punkten. Seit dem kurzen Ausbruch über die Hürde von 11.400 Punkten und dem Anstieg bis auf 11.566 Zähler am vergangenen Montag summiert sich der Dax-Verlust damit bereits auf rund fünf Prozent. Auf Jahressicht bedeutet dies ein Minus von rund 15 Prozent.

Der MDax büßte am Donnerstag 1,70 Prozent auf 22 781,93 Zähler ein. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 1,5 Prozent.

Als Hauptbelastungsfaktor nannten Händler die Festnahme der Finanzchefin des chinesischen Smartphone-Herstellers Huawei in Kanada. Die USA drängten Kanada zur sofortigen Auslieferung der Tochter von Huawei-Gründer Ren Zhengfei. Laut einem Pressebericht beschuldigt die US-Justiz die Frau, das US-Handelsembargo gegen den Iran verletzt zu haben. China protestierte scharf gegen die Festnahme und forderte die sofortige Freilassung der Managerin. Man werde „alle Maßnahmen ergreifen, um die legitimen Rechte und Interessen der chinesischen Bürgerin entschlossen zu schützen“, kündigte die chinesische Botschaft in Kanada mit.

(mlat/dpa)
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