„Troika Laundromat“

Aus Russland sollen Milliarden per Geldwäsche in Westen geflossen sein

Geldwäsche in großem Stil sieht anders aus (Symbolbild). FOTO: istock

Ein Recherchenetzwerk berichtet über undurchsichtige Wege, auf denen illegal Milliarden aus Russland ins Ausland geflossen sein sollen. Auch eine Wohltätigkeitsorganisation von Prinz Charles soll betroffen sein.

Mehrere Milliarden Euro sollen nach Berichten eines Recherchenetzwerkes über ein kompliziertes Geldwäschesystem aus Russland in den Westen gelangt sein. Rund 190 Millionen Euro davon gingen auf deutsche Konten, wie die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf Bankunterlagen und Dokumente am Montag berichtete. Die Unterlagen seien unter anderem dem Recherchenetzwerk „Organized Crime and Corruption Reporting Projekt (OCCRP)“ zugespielt worden. Die Dokumente seien von mehr als 20 Medienhäusern mit dem Titel „Troika Laundromat“ ausgewertet worden.

Darunter waren demnach 1,3 Millionen Banküberweisungen, Verträge und Rechnungen. Betroffen seien vor allem zwei Banken aus Litauen. Eine Stellungnahme der beiden Banken lag zunächst nicht vor. Die angeführten Fälle sollen schon einige Jahre zurückliegen.

Das Recherchenetzwerk hatte 2014 den Fall „Russian Laundromat“ - zu Deutsch der „russische Waschsalon“ - öffentlich gemacht. Dabei sollen in den Jahren 2012 bis 2014 Milliardenbeträge aus Russland ins Ausland geschafft worden sein. Damals soll eine leitender Manager einer lettischen Bank eine zentrale Rolle gespielt haben. Die Affäre hat höchste Kreise erreicht.

(felt/dpa)
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