Europa-Chef Steven Armstrong

Ford-Werk Saarlouis unter Druck

Großen Erwartungen, man könne in Saarlouis künftig massiv auf Elektromobilität setzen, erteilte Herrmann einen Dämpfer. FOTO: dpa / Oliver Dietze

Saarlouis. Der Druck auf das Saarlouiser Ford-Werk wächst. Ford-Europa-Chef Steven Armstrong sagte, die Kosten an allen europäischen Standorten müssten schnell und effektiv gesenkt werden. Nur so sei es möglich, schnell wieder die Gewinnzone zu erreichen und Standorte auch langfristig zu sichern.

Dazu gehöre auch ein möglichst schnelles Ende der Produktion des C-Max und Grand C-MX IM Werk Saarlouis. Dieses Modell werde immer weniger nachgefragt. Davon wären laut „Handelsblatt“ bis zu 700 Beschäftigte betroffen. Entsprechende Gespräche zum Ende der Produktion sollen schnell mit den Arbeitnehmervertretern geführt werden. Ford strebe an den europäischen Standorten einen Personalabbau sowohl im gewerblichen als auch kaufmännischen Bereich an. Zuvor hatte Armstrong bereits in einem Interview gesagt, es könne sich um eine Größenordnung von mehreren tausend Mitarbeitern handeln. Nähere Details wurden am Donnerstag noch nicht genannt.

Armstrong kündigte zudem an, Ford wolle künftig in Europa massiv auf die Elektromobilität setzen. Nahezu alle profitablen Modelle sollen künftig auch in einer Elektro-Variante angeboten werden. Hinzu kämen auch komplett neue Elektrofahrzeuge. Man wolle in Europa künftig mit zu den größten Anbietern von Elektromobilität gehören. Zudem werde Ford „weniger profitable Modellreihen optimieren oder sich aus diesen zurückziehen sowie Märkte mit einem schwächeren Potenzial überprüfen“. Ziel aller Maßnahmen sei es, das Europa-Geschäft von Ford neu aufzustellen. Dazu gehöre die Erhöhung der Profitabilität der gesamten Modellpalette, die Reduzierung der Komplexität des bestehenden Modellangebotes, die Konzentration auf umsatzstarke Fahrzeugvarianten sowie eine deutliche Steigerung des Absatzes.


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