Im Werk Saarlouis besteht zwischen der Unternehmensleitung und den Arbeitnehmern eine Standort-Sicherungs-Vereinbarung, die bis Mitte 2022 betriebsbedingte Kündigungen ausschließt. Ford-Deutschland-Chef Gunnar Herrmann hatte kürzlich in einem Interview mit der Saarbrücker Zeitung auf inzwischen veränderte Marktbedingungen hingewiesen und die Arbeitnehmervertreter aufgefordert, erneut Gespräche zu führen, um die Zukunft des Werkes auch langfristig sicherzustellen. Künftige Investitions-Entscheidungen seien auch abhängig von der Mitwirkung der Belegschaft. Über eventuelle Investitionen müsse bis zum Jahr 2021 entschieden sein. Sie könnten dann ab 2024 umgesetzt werden. Was genau künftig in Saarlouis produziert werden könne, sagte Herrmann nicht. Großen Erwartungen, man könne in Saarlouis künftig massiv auf Elektromobilität setzen, erteilte Herrmann einen Dämpfer. Dafür müsse das Werk massiv umgebaut werden. Und für die Herstellung von Elektrofahrzeugen benötige man deutlich weniger Mitarbeiter. Es gehe vielmehr auch darum, welches Modell nach der erst 2018 eingeführten neuen Focus-Generation künftig in Saarlouis produziert werden könne.

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