Saarbrücken bekommt Premium-Filiale

Commerzbank baut Filialgeschäft aus

Eine der neuen Filialen betreibt die Bank in Mannheim.  FOTO: Commerzbank

Saarbrücken. Saarbrücken soll als einer der ersten deutschen Standorte ein neues Kunden-Betreuungskonzept bekommen.

Während viele Banken aktuell aus Kostengründen über Filialschließungen nachdenken, plant die Commerzbank, das Beratungsgeschäft an bestimmten Standorten auszubauen und gleichzeitig die Öffnungszeiten zu verlängern. Verwirklicht wird dieses Konzept insbesondere in neuen „Flaggschiff-Filialen“, von denen es bundesweit erst wenige gibt. Auch Saarbrücken soll nun eine solche Filiale bekommen, kündigte im Gespräch mit unserer Zeitung David Schüler an, Niederlassungsleiter für die Marktregion Saarland-Rheinland-Pfalz und verantwortlich für das Privatkundengeschäft. Derzeit liefen noch Verhandlungen über einen geeigneten Standort. Die Bank strebt aber einen Sitz in der Bahnhofstraße an.

„Flaggschiff-Filialen“ zeichnen sich nach den Worten von Schüler durch ihre besondere Größe und ihr Service-Konzept aus. Der Eingangsbereich besteht aus einem Empfang sowie einer Lounge mit Kaffee-Bar, WLAN und Tablets mit Angeboten der Bank. Die Gestaltung des Empfangs soll einen schnellen Kontakt zu den Beratern ermöglichen. In diesen speziellen Filialen sollen alle Dienstleistungen angeboten werden, in den übrigen Filialen jeweils nur noch bestimmte Beratungsangebote. Schüler verweist dabei auf Untersuchungen der Commerzbank, nach denen trotz der Digitalisierung und den Möglichkeiten des Online-Bankings für über 90 Prozent der Kunden der persönliche Ansprechpartner ein wichtiger Faktor bleibe, auch in der Filiale. Darauf reagiere die Bank auch mit einer längeren Verfügbarkeit für die Kunden: „Wir planen eine Ausweitung der Öffnungszeiten auf durchgehend neun bis 18 Uhr montags bis freitags“, sagt Schüler.

Außerdem betont der Saar-Privatkundenchef, dass das Girokonto gebührenfrei bleibe. Unter den 1800 Neukunden, die allein in Saarbrücken im Geschäftsjahr 2017 hinzugewonnen wurden, seien viele aus Protest gegen die Gebühren der Konkurrenzbanken gekommen.

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