Prozess

Dämpfer für Kläger im Poker zwischen Porsche und VW

Hannover.

Herber Rückschlag für die Kläger: Im Milliardenstreit um die Folgen der gescheiterten VW-Übernahme durch Porsche 2008 werden die Chancen auf Schadenersatz geringer. Umstrittene Pressemitteilungen der Porsche-Holding von damals seien nach vorläufiger Bewertung – anders als von den klagenden Aktionären dargestellt – „nicht grob falsch“ gewesen. Dies sagte der Vorsitzende Richter des Kartellsenats am Oberlandesgericht Celle, Matthias Wiese, zum Auftakt der mündlichen Verhandlung in dem Musterverfahren (Az.: 13 Kap 1/16) in Hannover. Die Kläger stellten einen Befangenheitsantrag gegen die zuständigen Richter. Nach Wieses Einschätzung könnte ein großer Teil der Ansprüche unbegründet sein. Hintergrund ist die Übernahmeschlacht zwischen der Porsche-Holding und Volkswagen vor neun Jahren. Der Versuch misslang. Es gab Kursturbulenzen – was einige Anleger viel Geld kostete, die sich nun falsch informiert fühlen.

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