Computermesse

Das Saarland lockt IT-Fachkräfte an

Peter Altmaier (CDU), Bundeswirtschaftsminister aus dem Saarland, besuchte den Saarland-Gemeinschaftsstand auf der Computermesse Cebit. FOTO: Plaetrich/Scheer

Hannover/Saarbrücken. Am Saarland-Stand auf der Computermesse Cebit stellen sich nicht nur Firmen vor. Dort wird auch mit Arbeitsplätzen geworben.

Junge IT-Fachkräfte sollen ins Saarland kommen. Ein erster Schritt dazu ist ein Besuch des Saarland-Gemeinschaftsstands auf der Computermesse Cebit in Hannover. Mit ihrem gewinnenden Lächeln lockt Laura Wallacher, Mitarbeiterin bei der Kampagne Saarland-Marketing, junge Computer-Profis an den Stand. Dort können sie die Vorzüge des kleinsten Bundeslandes mit seiner hohen IT-Kompetenz kennenlernen. „Für den ersten Messetag ist die Resonanz nicht schlecht“, sagt Wallacher. Ob es im Saarland überhaupt Jobs für den einen oder anderen gibt, kann sie direkt abfragen. „Meist spuckt der Computer mehr als zehn Arbeitsplatz-Angebote aus“, sagt die junge Frau.

Ob die jungen Leute wirklich für die Arbeit in der Welt der Bits und Bytes geeignet sind, kann Stephan Wald herausfinden. Mit seinem privaten Institut für IT-Skills Diagnostik mit Sitz in Saarbrücken, „können wir schnell klären, wie schnell und gründlich jemand beim Programmieren ist, welche Programmiersprachen er überhaupt beherrscht oder ob er versiert Datenbanken bearbeiten kann“, sagt Wald. „Da wir sehr schnell die Spreu vom Weizen trennen, ersparen wir den Personalabteilungen viel Arbeit.“ Dieses Rekrutierungs-Verfahren „kann auch online ablaufen, um auch weiter entfernt wohnende Job-Interessenten berücksichtigen zu können“, sagt der Instituts-Geschäftsführer.

An das Konzept der „neuen Cebit“ – mit stärkerer Ausrichtung auf junge Leute – müssen sich manche IT-Unternehmen auch im Saarland noch gewöhnen. Sie warten daher lieber noch ab, wie die erste Sommer-Cebit – bisher war sie im März – angenommen wird. „Wenn jeder zuwartet, kann keiner mitmachen“, sagt hingegen Martin Baumgartner, Vertriebschef des Friedrichsthaler Software-Hauses Ianeo. Das Unternehmen ist auf die Aufbereitung von Produktdaten spezialisiert. Das kann Texte, Bilder, technische Daten in Tabellenform oder eine Auflistung der Zubehörteile umfassen. Diese Angaben werden so aufbereitet, dass sie über ein Produktinformationsmanagement-System (Pim) zum Beispiel in einen Katalog eingepflegt werden können. Bei der Cebit zeigt Ianeo die Weiterentwicklung von „Pim“, nämlich „Fastpim“. Damit „werden unsere Kunden in die Lage versetzt, ihre Produktinformationen mit wenigen Mausklicks den jeweiligen Vermarktungskanälen anzupassen“, sagt Baumgartner. „Egal, ob es sich um eine Internet-Werbung, die Präsentation in einem Online-Shop oder um einen Flyer handelt.“

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