Währungsunion

Die Eurozone soll zusammenwachsen

Die Farben des Euro-Geldes. Inzwischen gibt es die Währung seit fast 18 Jahren. FOTO: dpa Picture-Alliance/McPHOTO/B / picture alliance / blickwinkel/M

Brüssel. Die EU-Kommission will das Währungssystem des Euro stärken. Bei den EU-Finanzministern stoßen die Vorschläge auf wenig Gegenliebe.

Kurz vor Jahresende präsentiert die EU-Kommission einen umfassenden Ideenkatalog für die Zukunft der Eurozone und der EU-Finanzpolitik. Behördenchef Jean-Claude Juncker, dessen Amtszeit 2019 endet, bereitet damit schon sein Erbe vor. Die Debatten um seine Ideen könnten aber noch länger andauern. Ein Überblick:

Warum kommt die EU-Kommission jetzt mit einer Fülle an Vorschlägen?

Die Debatte um die Reform der Eurozone und der EU-Finanzpolitik schwelt bereits seit geraumer Zeit. Bereits während der Schuldenkrise wurden vor allem ab 2010 grundlegende Entscheidungen getroffen: beispielsweise wurde 2012 der permanente Euro-Rettungsschirm ESM geschaffen, der Krisenstaaten Kredite leihen kann. Zudem wurden rund 100 Banken unter die Aufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB) gestellt sowie ein gemeinsames Bankenabwicklungssystem (SRM/SRF) geschaffen. Experten sehen aber noch Lücken, einige Entscheidungen wurden während der Krise auch unter  Zeitdruck getroffen.

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