Grünen-Initiative

Erneuter Vorstoß gegen Cent-Münzen

Eine Ein-Cent-Münze kostet in der Prägung rund 1,65 Cent. Die Grünen halten das für Verschwendung. FOTO: dpa / Karlheinz Schindler

Berlin. Die Grünen fordern eine Abschaffung des teuren Kleingelds. Die Bundesbank solle die Prägung einstellen, heißt es von der Partei.

Sie schlummern in Schubladen und Manteltaschen vor sich hin oder füllen unnötig das Portemonnaie: Ein- und Zwei-Cent-Münzen können lästig sein. Auf alle Fälle ist ihre Herstellung teuer. Die Grünen unternehmen nun einen weiteren Anlauf für die Abschaffung des Kleingeldes. Hintergrund sind neue Zahlen der Bundesregierung zur Prägung der Cent-Stücke im vergangenen Jahr, die unserer Redaktion vorliegen.

Die Debatte über Sinn und Unsinn der Münzen hat es seit der Einführung des Euro vor 17 Jahren immer wieder gegeben. Durch den zunehmend bargeldlosen Einkauf sind die Cent-Stücke erst Recht umstritten geworden. Die Niederlande, Finnland, Irland und inzwischen auch Belgien haben es vorgemacht und die Ein- und Zwei-Cent-Münzen faktisch abgeschafft. So werden Beträge an der Kasse ab- oder aufgerundet. Aus 1,02 Euro wird dann ein Euro, aus 1,03 Euro wird 1,05 Euro.

Verbieten kann ein Eurostaat die Nutzung bestimmter Münzen nicht. Das wäre nur durch einen EU-Beschluss möglich. Die Prägung eigener Geldstücke können die Staaten allerdings auf eigene Faust einstellen. Genau das fordern jetzt die Grünen: „Auch in Finnland und Irland prägt die dortige Zentralbank keine Ein- und Zwei-Cent Münzen mehr“, sagt der stellvertretende Fraktionschef, Oliver Krischer. „Diesem Beispiel sollte sich die Deutsche Bundesbank anschließen.“ Die Herstellung der Münzen sei „eine große Verschwendung an Geld, Metallen und Energie“.

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